Streets of Cambodia

Ein paar Worte zum Straßenverkehr in Kambodscha 🙂

Es ist chaotisch! Allerdings nicht ganz so chaotisch wie in Indien!

Es herrscht längst nicht so ein Gehupe und man muss auch keine Angst haben, dass der Moped-Taxifahrer zwischendurch die Hände vom Lenker nimmt, um den Göttern zu huldigen … Er nimmt die Hände höchstens vom Lenker, um ein paar Kalorien zu sich zu nehmen!

In Kambodscha gibt es (tendenziell) 2 Fahrbahnen und (tendenziell) 2 Fahrtrichtungen. Jedenfalls auf den geteerten Straßen, die allerdings nicht unbedingt Standard sind!

Allerdings hält sich kaum jemand daran … 2 Fahrbahnen werden gerne mal zu 11 Fahrbahnen. Fahrtrichtungen sind „Vorschläge“, die man annehmen kann oder auch nicht. Ampeln sind vollkommen überbewertet Und Verkehrszeichen? Vorfahrtsschilder? Stopschilder? Was bitte schön sind Verkehrszeichen?

Pick-ups, Busse, Mopeds und Fahrräder fahren kreuz und quer. Und nicht nur kreuz und quer in die eine Richtung, auch gerne in die andere Richtung.

Auf kleinen Dorf- oder Landstraßen ist das kein Problem. Aber könnt ihr euch vorstellen, wie es in Phnom Penh zugeht?

Oder auf viel befahrenen „Highways“? Von denen Kambodscha gerade mal 2 hat?


Wir waren nach dem Grenzübergang von Thailand kaum 20 km gefahren, da standen wir auch schon. Unfall! Nichts geht mehr. Sollte man meinen … dennoch wird die schmale Straße gleich zu einer 6-spurigen :). Unnötig zu erwähnen, dass das im Chaos endete, oder?



Autos sind im Innenraum mit ungefähr 15 Leuten besetzt. Heckklappe auf, da passen dann noch 3 Leute mehr rein 🙂

Ersatzreifen werden auf’s Dach geschnallt, Matratzen aus dem Fenster gehängt. Koffer und kleine Kommoden finden auf der Stoßstange Platz. 

Mehrere Kinder sitzen beim Fahrer auf dem Schoß und drehen fleißig mit am Lenkrad. Dieses lassen sie aber auch gerne mal los, um den großen blonden Touristinnen zuzuwinken und ihnen Kusshände zuzuwerfen.



Frauen fahren im Schlafanzug auf schicken Rollern oder Fahrrädern durch die Gegend, telefonieren dabei und halten ihre Säuglinge im Arm.



6-köpfige Familien finden Platz auf einem Moped. Kinder schlafen auf dem Tank, Babys werden gestillt. Da die Kambodschaner aufgrund der Khmer-Knechtschaft eines am Allerliebsten tun – nämlich essen! – findet sich auch immer noch Zeit, die älteren Kinder auf dem Moped abzufüttern. Oder sich selbst einen Sticky Rice mit Mango in den Mund zu schieben. 

Verdauungszigarette danach ist auch kein Problem! Man benötigt höchstens eine freie Hand zum Fahren. Einer der anderen 6 Mitfahrer kann zur Not einspringen :). Selbst wenn die Mitfahrer erst 3 oder 4 Jahre alt sind!


Fußgänger versuchen derweil verzweifelt, über die Straße zu gelangen und springen von rechts nach links, um den Mopeds auszuweichen oder nicht von Eisenstangen aufgespießt zu werden.


Manchmal klappt es, manchmal auch nicht! Jedenfalls nicht als Touri … Wir sind da ja schon mehr auf Fußgängerampeln oder Zebrastreifen konditioniert!

Eigentlich hätte ich gerne ein Foto von uns beiden, insbesondere auf den Straßen in Phnom Penh. Hannah – gefühlt – meilenweit von mir entfernt, weil sie schon auf der anderen Straßenseite war, ich wild winkend und rufend auf der anderen Straßenseite 🙂

Und Reifenpannen gehören in Kambodscha dazu wie Verspätungen der Deutschen Bundesbahn in Deutschland. Auch wir hatten das Vergnügen …



Aber irgendwie klappt irgendwann alles! Man muss sich doch wundern, oder?

Wenn der Stau zu lange dauert, wird halt ein Essensstand am Rande der Straße errichtet und alle sind wieder zufrieden.






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