Ankunft in Pokhara

Heute morgen sind wir von Kathmandu mit dem Bus nach Pokhara gefahren. Für die 180 km Strecke haben wir knapp 9 Stunden gebraucht!

Da dieser Blog ja nicht nur meiner Selbstbeweihräucherung dienen, sondern auch Informationen für andere Reisende geben soll, kurz die Info, dass ungefähr 56 Busse zur gleichen Zeit am Tourist Bus Park an der Tridevi Marg standen… 

Es ist also kein Problem, einen Platz zu ergattern. Vorbuchen ist dennoch angesagt.

Wir sind mit Blue Sky gefahren und haben für die Fahrt 10,00 US-Dollar (oder auch 10.000 Rupien) gezahlt.

Man kann auch für teureres Geld (19,00 US-Dollar) mit Greenline Tours fahren und hat dann Getränke, AC und Musik an Bord.

Oder für weniger Geld mit den local Bussen ab dem Naya (New) Bus Park in Gongabu (ca 3 km außerhalb von Thamel). Da kostet die Fahrt nach Pokhara dann nur 5.000 Rupien. Ich persönlich habe ich mich aber dagegen entschieden. 

Und das nicht, weil ich es nicht lieben würde, in öffentlichen Bussen durch Asien zu reisen, sondern aus einem einzigen Grund:

Ich bin locker 40 cm größer als die meisten Leute hier!

Schon bei einer kurzen Taxifahrt schwellen meine Knöchel auf Ballongröße an. Und das trotz – ich oute mich mal jetzt – Kompressionsstrümpfen! Die mir hier sehr gute Dienste leisten …

In einem normalen Taxi liegen meine Knie eng an den Ohren des Fahrers an. Und das ist jetzt kein Witz!

Insofern … Tourist-Bus gebucht und dort eingestiegen.

Serpentinen rauf, Serpentinen runter … und alle Busse und LKW’s, die in diesem Land fahren, fuhren mit uns auf dem Highway No. 1!

Den Highway (auch Prithvi Highway genannt) dürft ihr euch aber nicht als Autobahn vorstellen. Es handelt sich dabei um eine normale enge Straße, die allerdings größtenteils geteert ist und nur noch wenige unbefestigte Teilstücke hat. 

Es gibt in Nepal kaum Autos, höchstens in den Straßen von Kathmandu oder auch jetzt in Pokhara. Und wenn, werden diese als Taxen genutzt.

Insofern reist ganz Nepal eng zusammengepfercht per Bus und LKW durch die Gegend. Immer mit dem Blick auf großartige Reisterrassen, reißende Flüsse und Abgründe. Oder man geht halt zu Fuß …

Über die Flüsse führen schwindelerregende Hängebrücken, manchmal auch nur Seilwinden, an denen die Bergbewohner in kleinen Kunststoffkisten hängen und sich über die Flüsse ziehen. 

Leider gibt es keine Fotos von der Fahrt, da mein Akku alle war und mein Ersatzakku gut verpackt im Gepäckraum des Buses lag ;(.

Pokhara ist Eldorado der Leute, die die Annapurna-Besteigung oder -Begehung machen wollen. Außerdem Travellers Paradise (wie Leute wie uns), die einfach nur ein bisschen abhängen, andere Leute treffen oder Tageswanderungen machen wollen.

Unser „Hotel“ ist leider grottig. Ich habe dieses gestern abend noch aufgrund einer Empfehlung bei Booking.com gebucht („Du MUSST vorbuchen, die sind immer ausgebucht!“). Hätte ich das man nicht getan … 

Wir zahlen einen vollkommen überteuerten Preis (24,00 US-Dollar) für ein Zimmer, das spakig und schimmelig ist und weder Licht noch Warmwasser besitzt. Ich habe keinen Nerv mehr, mich heute damit auseinanderzusetzen, aber für morgen früh habe ich schon mal Gesprächsbedarf mit meinem Vermieter angemeldet. Der im übrigen sehr nett und hilfsbereit, meiner Meinung nach aber ein bisschen zu sehr begeistert von mir ist … „Sabine, how are you? Sabine, do you need my help? Sabine, where is your husband?“ And so on and so on …

Jetzt flitze ich erstmal ins Dorf, was essen. Bin vollkommen ausgehungert. Wenn das so weiter geht, werde ich noch ganz dünn 🙂



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