Anschiss in Kep

Hmm … ich habe hier schon einmal geschrieben, dass man auf Reisen einfach vertrauen muss.

Heute hat sich leider bewahrheitet, dass der Anschiss leider überall lauert …

Von Kampot nach Kep ist es nicht weit! Ungefähr 20 km!

Kep war seinerzeit das Urlaubsdomizil der Elite der Kambodschaner. Unter dem Regime von Pol Pot wurde das natürlich hinfällig und Kep verfiel. Im wahrsten Sinne des Wortes …

Seit ein paar Jahren berappelt sich Kep und wird wieder als Urlaubsdestination gebucht. Sowohl von den Kambodschanern als auch von vielen anderen Asiaten.

Die alten Häuser werden wieder hergerichtet und die Stadt ist am Brodeln. Habe ich gehört und wollte dieses natürlich überprüfen …

In Kampot werden diverse Ausflugstouren zu den Sehenswürdigkeiten angeboten, die alle auch einen Stopp in Kep beinhalten.

War mir zu doof … aber hätte ich das man gebucht!

Lange Rede … kurzer Sinn!

Wir haben uns ein Tuk Tuk (für teures Geld) genommen und sind heute nach „Kep“ gefahren. Unser – zugegeben sehr netter – Fahrer hat uns erst zum Crab-Market gefahren. „I will wait for you! No problem!“


Kep ist bekannt für seine frischen Krebse und diverses Seafood, das den Fischern quasi in die Netze springt. Insofern ist der Crab Market bei den Touristen auch ziemlich angesagt. Mich persönlich hat das nicht so umgehauen (und auch im Vorwege nicht interessiert), aber wenn der nette Mensch meint, wir müssen uns das ansehen, tun wir das „vertrauensvoll“ natürlich auch.

Vom Crab Market ging es weiter nach Kep Beach.

Eine Ansammlung von Guesthäusern, die sich auf einer Fläche von vielleicht 500 Quadratmetern tummeln. Vor den Guesthäusern ein blendendweißer Strand, hinter dem Strand jede Menge Hängematten, in die man sich fläzen konnte.


Ganz schick, ganz fein!

Aber wo war die Stadt, die ich so gerne besichtigen wollte?

Nachdem Hannah und ich einmal den Strand rauf und runter gelaufen sind, uns die Busstation angesehen haben und kambodschanische Mädchen in Bayern München-Trikots bewundert haben, ging es zurück zu unserem Fahrer.


Und was sagt er? „That’s all! Let’s go back to the hotel!“

Ich war ein bisschen irritiert, da ich ja immer noch keine „alte“ Stadt gesehen hatte. Auf meine Frage, ob das wirklich Kep ist, bekam ich die (äußerst charmante und mit einem wundervollen Lächeln gekrönte) Antwort: „Sure! This is Kep! Did you see the busstation? All the tourist go to this place!“

Mag ja sein, aber ich wollte doch so gerne das „richtige“ Kep sehen. Also erneute Nachfrage von mir, wo denn bitte schön die „Stadt“ sei.

Ich will euch nicht länger mit unserer Konversation langweilen. Sagen wir es so … er hat mich davon überzeugt, dass Kep Beach Kep ist.

Dummerweise hatten wir keinen Stadtplan oder ähnliches dabei und konnten ihm nicht das Gegenteil beweisen.

Also haben wir uns darauf eingelassen, mit ihm zurück nach Kampot zu fahren. Und „natürlich“ kamen auch noch andere kambodschanische Tuktuk-Fahrer hinzu, die uns das gleiche erzählten. „This is Kep! Of course!“

Ihr wisst, was kommt, oder?

Im Hostel habe ich mir meinen for free Costal Cambodia „Guide“ geschnappt und mir die Seite von Kep angeschaut.

Die Stadt war ungefähr noch 2 km von Kep Beach entfernt und hatte all das zu bieten, was ich mir unter Kep vorgestellt habe.

Schade eigentlich …



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