Grenzübergang von Thailand nach Kambodscha (Aranyaprathet – Poipet)

Liebe Grüße aus Kambodscha!


Überall in Bangkok kann man organisierte Touren nach Kambodscha, insbesondere nach Siem Reap, buchen. Wir wollten uns dieses nach der Tour von Pai nach Laos allerdings nicht noch einmal antun und sind heute morgen mit dem ersten Bus von Ayuatthaya um 5:00 Uhr nach Bangkok zum Northern Busterminal (oder auch „Mo Chit Busstation“) gefahren (58 Baht).

Warum haben wir uns das als bekennende Nachteulen und Langschläfer angetan? 

Der nächste Bus wäre um 7:00 Uhr gefahren. Da die Busfahrt allerdings mit den diversen Stopps ca 1,5 Stunden dauert, war mir das Zeitfenster bis zur Abfahrt unseres Busses um 9:00 Uhr in Bangkok zu eng. Der Northern Busterminal hat über 500 Bussteige und ich hatte ein wenig Panik, dass wir unseren Bus verpassen. Hätten wir auch, da wir auf der Rückseite des Busbahnhofes herausgelassen wurden und somit kein (offensichtlicher) Informationsschalter vorhanden war :).

Der normale Linienbus von Bangkok nach Siem Reap fährt zweimal am Tag. Einmal morgens um 8:00 Uhr, das zweite Mal um 9:00 Uhr und immer von der Plattform 106, die sich gleich hinter dem Hauptgebäude des Busbahnhofsgebäudes befindet. Sollte jemand diesen Bus nutzen wollen, braucht er also nicht mehr – wie wir – suchen und mit dem Gepäck über den Busbahnhof wanken. Orientiert an euch an dem großen Gebäude an der Ostseite des Gebäudes, dann seid ihr richtig!

Einen guten Link zur Übersicht und zu den Abläufen am Northern Busterminal gibt es übrigens hier

Zurück zum Thema … Der Bus kostet 750 Baht und die gesamte Reisedauer dauert mit Immigration ca. 10 Stunden.

Da es sich um einen „First class bus“ handelte (der aber defintiv nicht so aussah!), gab es morgens einen eisgekühlten Espresso, einen Saft und ein paar Kekse als Snack. Wasser konnte man sich ebenfalls die ganze Zeit for free nehmen. 


Und Mittags gab es sogar noch eine warme Mahlzeit. Das war zwar eher „Reis mit Scheiß“ in Plastikverpackung, wie sie die Koreaner und Japaner gerne zu sich nehmen, aber die Geste zählt 🙂


Über den Grenzübergang von Thailand nach Kambodscha in Aranyaphratet gibt es die wildesten Geschichten! 

Abzocke von den kambodschanischen Grenzbeamten, Willkür, dunkle Gestalten auf dem Weg zur Grenze und nach der Ausreise aus Thailand, Mafiastrukturen und so weiter und sofort. Ich denke, dass ist auch der Grund, weshalb viele Leute eine organisierte Tour buchen oder aber direkt von Bangkok nach Siem Reap fliegen.

Aber wie es denn nun wirklich? 

Ehrlich gesagt kein Problem :)! 

Wir wurden am Grenzübergang in Aranyaprathet herausgelassen, sind zu Fuß zur Thailand-Immigration gegangen und haben uns unseren Ausreisestempel besorgt.

Danach ging es zu Fuß weiter Richtung Kambodscha. Auf dem Weg nach Poipet (der kambodschanischen Grenzstadt) passiert man viele Kasinos. 

Wundert euch nicht, wenn ihr jemals dort lang gehen solltet! Ihr seid richtig! 

In Thailand sind Geldspiele verboten, daher befindet sich an allen thailändischen Grenzorten „Niemandsland“, dass mit diversen Spielhallen und Spielcasions bebaut ist. Die Thais nutzen Ausreisen aus Thailand auch gerne mal für einen Ausflug am Sonntag nachmittag, um zu zocken …

Das Visum für Kambodscha (30 US-Dollar) beantragt man kurz vor dem eigentlichen Grenzübergang. Ging schnell! Von der oft gehörten Mär, dass man dort als „Alleine-Einreisender“ 2 Stunden warten muss und in dieser Zeit der Willkür der kambodschanischen Grenzbeamten ausgesetzt ist keine Spur!

Das Visum im Pass ging es dann weiter zum eigentlichen Grenzübergang, der noch ca. 250 Meter entfernt liegt. Dort war es dann wie immer, wenn man nach Kambodscha einreisen möchte. 

Man wartet … und wartet … und die Schlange hinter einem wird immer länger!

Kambodschanische Grenzbeamte sind äußerst „gründlich“. So würde ich es jetzt mal bezeichnen :)! 

Es kann daher schon mal etwas länger dauern, bis die vielen Einreisestempel im Pass gelandet sind. Und je mehr Leute an der Grenze stehen, desto länger dauert es halt! 

Man kann die Zeit aber herrlich nutzen, um mit anderen Reisenden aus aller Herren Länder ins Gespräch zu kommen, wenn man sich langweilt :)!
Schließlich hatten wir unsere Stempel, haben uns wieder in den Linienbus gesetzt und sind weiter gefahren.

Also Leute, macht euch nicht verrückt! 

Es ist überhaupt kein Problem, diesen „verrufenen“ Grenzübergang alleine zu bewerkstelligen! Spart euch das Geld für die organisierten Touren! Das spart im Zweifel – außer Geld – auch noch Zeit!

Ihr müsst sowieso alleine über die Grenze gehen und die Casinostraße passieren. Ebenso müsst ihr alleine in der Schlange vor den Einreiseschaltern warten 🙂

Und noch eines … Ihr benötigt auch nicht die Hilfe der Busunternehmen, die freundlicherweise für euch die Visa-Beantragung in die Wege leiten wollen, um euch die angeblichen 2 Stunden Wartezeit zu ersparen. Das Geld könnt ihr ebenfalls anders ausgeben!

Apropros Zeit … wir mussten in unserem Linienbus natürlich warten, bis alle Leute aus unserem Bus die Einreiseformalitäten hinter sich gebracht hatten. Das dauerte etwas! 

Wer sich auch noch diese Zeit sparen möchte, kann auch gerne einen normalen Linienbus oder Minivan von Bangkok nach Aranyaphratet nehmen. Busse fahren alle 30 Minuten vom Northern und Northeastern Busterminal (220 Baht). Minibusse fahren nördlich vom Victory Monument ab, sobald sie voll sind.

In Aranyaphratet muss man dann ein Tuktuk oder ein Mopdetaxi zu Grenze nehmen, da die Grenze ungefähr 6 km vom eigentlichen Ort entfernt ist. Der Preis hierfür liegt bei ungefähr 80 Baht, wie ich mir habe sagen lassen.

Einreise wie oben beschrieben!

In Poipet steigt man dann ebenfalls wieder in ein Tuktuk, fährt zum Busbahnhof und sucht sich dann einen Bus nach Siem Reap oder wo immer man halt hin will. Die Fahrt nach Siem Reap kostet im Moment 10 US-Dollar. Tuktuks sind allerdings wirklich in der Hand der „Tuktukmafia“ und sollen bei ungefähr 5 Dollar liegen. Kein Verhandlungsspielraum! 

Vorteil „unseres“ Linienbusses bis nach Siem Reap war für mich, dass wir unser Gepäck nicht lange schleppen mussten. Wir konnten die Rucksäcke im Kofferraum liegen lassen und mit Handgepäck einreisen …

Hat mich persönlich sehr entspannt … aber ich bin ja auch kein Jungspund mehr 🙂

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