Lopburi

Unser nächstes Land wird Kambodscha werden. Da der normale local bus die nächsten beiden Tage ausgebucht ist und ich nicht noch einmal eine organisierte Tour über die Grenze wie nach Laos machen möchte, „müssen“ wir also noch 2 Tage länger in Ayutthaya bleiben.

Den Tag heute haben wir genutzt, um uns Lopburi anzuschauen.

Ich wollte hier immer mal hin, habe es aber bisher nicht geschafft. Lopburi ist ein kleines thailändisches Städtchen ziemlich genau in der Mitte zwischen Bangkok und Sukohtai.

Von Ayutthaya fährt die Bahn morgens häufiger, mittags weniger und abends noch weniger …. Die Fahrt für die 1,5 Stunden kostete 12 Baht und war Thailand par excellence :).

Getränkeverkäufer und Essensverkäufer drängten sich durch den Zug, alle Thais waren am Futtern und Trinken. Schulklassen bevölkerten bei der Rücktour die Abteile, Mönche nahmen auf den für sie reservierten Bänken Platz und palaverten.

Frauen strickten, Kinder tobten, Männer pulten an den Zehen herum und wir mittendrin! Sowohl der thailändische Zugbegleiter als auch die Essens- und Getränkeverkäufer haben auf uns „aufgepasst“ und mehrfach darauf hingewiesen, wann wir aussteigen mussten. Ich sag doch immer wieder … in diesem Land kann man einfach nicht verloren gehen 🙂

Lopburi an sich habe ich mir eigentlich immer recht groß vorgestellt. Nun, das ist nicht so! Man kann die Stadt gut in 2 Stunden durchwandern und nebenbei noch ein paar Tempelruinen besuchen.


Allerdings muss man immer einen Blick auf die überall rumhockenden Affen haben und ein wenig aufpassen, damit sie sich nicht von Dächern und Stromleitungen auf einen herabfallen lassen :(.

Ich weiß … ich weiß … wahrscheinlich setze ich mich jetzt hier wieder bei einigen Leuten in die Nesseln! 

Aber wer jemals Affen in asiatischen Städten oder freier Wildbahn erlebt hat, findet sie nicht mehr „süß“. Es sind immer noch wilde Tiere! Und auch wenn ein kleines Affenbaby niedlich wirkt, ist die Mutter nicht weit, die ihr Junges bis aufs Blut verteidigen will! Und der Vater holt sich nebenbei einen runter oder schwängert die nächste Affenbraut …


In Lopburi haben die Affen die Stadt „erobert“. In der Gegend ihres bevorzugten Aufenthaltsortes, dem Prang Sam Yot, bewaffnen sich die Leute mit Katapulten und Stöcken, um die Viecher abzuwehren … 

Ist nicht nett und ist auch nicht fein, kann ich aber sehr gut nachvollziehen. Auch ich habe ein bisschen Muffensausen gehabt, durch die Straßen zu gehen. 

Die Viecher springen einen an, reißen an den Klamotten und wir haben gesehen, wie anderen Leuten die Taschen vom Leib gerissen wurden. Tja, sie sind halt schlau … sind ja auch unsere Vorfahren!

Lopburi lohnt dennoch einen Besuch! Ein typisches thailändisches Städtchen mit kleinen Läden, dafür aber ohne jegliche englischen Wegweiser.


Es gibt nur Fahrradrikschas (eigentlich gar nicht mehr üblich in Thailand), es gibt keine Restaurants, sondern nur Essensstände und es gibt ein paar Tempel, die den Besuch lohnen. That’s it!

Ein nettes Städtchen, für mich war ein Tag aber vollkommen ausreichend!

Für die meisten Traveller wahrscheinlich auch, denn wir haben nur 2 Unterkünfte in der Stadt gesehen. Ein „City-Hotel“ (was auch immer das in dieser Kleinstadt bedeuten soll) und ein kleines Guesthouse.

Da es jeden Tag heißer und heißer wird, haben wir unser Besichtungsprogramm in Lopburi auf eine einzige kulturelle Aktivität reduziert. Der Wat Phra Si Ratana Mahatat liegt genau gegenüber dem Bahnhof und ist damit nicht zu verfehlen.

Ganz nett, aber ehrlich gesagt ist ein Besuch auch nicht unbedingt notwendig. Es reicht, wenn man sich das Gelände von außen ansieht …


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