Hiddensee

Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Hiddensee.
Unsere Fähre fuhr um 9:30 Uhr ab Breege. Da sich die Zeiten manchmal ändern, empfehle ich euch, bevor ihr auf euch auf den Weg macht, einen Blick in den Fahrplan der Reederei Kipp

Nicht, dass ich nachher noch dafür verantwortlich gemacht werde, falls ihr das Schiff verpasst 🙂

Hiddensee erwartete uns leider mit bedecktem Himmel und Sturmböen!

Von wegen „sonnenreichster Fleck Deutschlands“ … 

Das tat meiner Freude aber keinen Abbruch! 

Schon nach 20 Minuten Fahrradfahrt auf der Insel malte ich mir aus, wie ich auf diesem lieblichen kleinen Eiland lebe und morgens mit einer warmen Tasse Tee in der Hand bei leichter klassischer Hintergrundmusik auf’s Meer schaue.

Danach würde ich meine künstlerischen Talente ausleben, vielleicht fange ich sogar an zu stricken?

Nachmittags schwinge ich mich ohne Sattel auf mein Pony, um beim Dorfkaufmann die noch fehlenden Zutaten für meine Blaubeer-Torte einzukaufen. (Geld bräuchte ich natürlich nicht, wahrscheinlich kann man auf der Insel anschreiben lassen 🙂

Am frühen Abend würde ich in der Hafenkneipe einen Sanddorn-Grog auf meine Gesundheit trinken, ’n büsschen dumm tüch schnacken und danach früh ins Bett gehen, damit ich morgens wieder auf mein Meer schauen kann ..

Nun stehe ich normalerweise weder früh auf, noch gehört Klassik zu meiner Lieblingsmusik! Ich konnte schon als Kind nicht reiten und Handarbeit scheue ich wie der Teufel das Weihwasser! Außerdem ist mir ein gepflegter Weißwein hundert mal lieber als ein Grog!

Was lässt sich also daraus schließen? 

Bine ist schwerstens verknallt!

Hiddensee war schon immer Künstlerinsel. Die Liste prominenter Besucher ist lang: Thomas Mann, Gerhart Hauptmann, Asta Nielsen, Stefan Zweig, Sigmund Freund, Franz Kafka, Bertold Brecht, Albert Einstein … und noch etliche mehr!

Die können sich doch nicht alle irren!

Wahrscheinlich haben sie im Haus von Gerhart Hauptmann die wildesten Feste gefeiert, bevor sie morgens zusammen nackig in die Ostsee gesprungen sind!

Ich will heute auch gar nicht viel über die (nicht vorhandenen) Sehenswürdigkeiten schreiben. 

Es gibt den Strand und es gibt den Strand!

Und es gibt Klosters!

Und es gibt Pferdekutschen!

Und es gibt diverse Galerien!

Und es gibt Lesungen!

Und es gibt Fahrräder!

Und zum Glück gibt es auch ein paar Ferienwohnungen! In einer davon werde ich mich sicherlich in diesem Leben noch einmal einmieten 🙂

Ich halte es heute zum Abschied von der Insel mal sinngemaß mit den Worten von Gerhart Hauptmann: 

„Die Insel war so wunderschön … stille, stille, nicht dass es etwa ein Weltbad werde.“

Sooooooooo schön!




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