We create our own happiness … in Ubud


Habe mir heute morgen den Wecker gestellt und bin um 6.00 Uhr aufgestanden – nachdem ich geträumt habe, dass Tchibo Angrifff eines Atomwaffenangriffs geworden ist (nur Tchibo! Niemand sonst!) und ich daraufhin mit Peter Deeg geknutscht habe, der aber ganz Personaler irgendwann meinte: „Frau Martens, nicht, dass ich kein Interesse hätte, aber ich bin sozusagen ihr Chef und kann nicht mit meinen Untergebenen rummachen!“ Glaubt man das?? Diesen Satz und den Traum sowieso?? Träume hier sowieso die wildesten und verrücktesten Sachen …
Bin also um 6.00 Uhr bei Sonnenaufgang aufgestanden (traumhafter Blick auf „meinen“ Berg!) und habe mich mit der Kamera bewaffnet auf einen Spaziergang gemacht.

Hier mal in eine Gasse rein, dort mal wieder heraus. 
Dabei habe ich festgestellt, dass wir ganz nah am Ubud Palace und dem Market wohnen … Ich halte mich ja schon für streetsmart, aber ehrlich gesagt hatte ich diese beiden wichtigen Punkte in Ubud eher ans andere Ende der Stadt „gepackt“. 
Schließlich kam ich zu einer äußerst einladenden Straße namens Jalan Kajeng. Eine nicht zu große und auch nicht zu kleine Straße (soll heißen, ich konnte dort normal gehen ohne andauernd zur Seite springen zu müssen, wenn die Mopeds kamen) mit ganz vielen kleinen hübsch zurechtgemachten Guesthouses. 

Tempel hier, Tempel da, Frau mit Blumenkorb auf dem Korb da, Mann mit Sense in der Hand da. Sehr schön! Ich bin die Straße immer weiter gegangen und nach einigen Brückenüberquerungen stand ich mitten in den Reisfeldern. Wunderschön! Reisbauern, die ihre Enten über die Reisfelder führten, Kinder, die sich auf den Weg in Schule gemacht haben, Frauen, die mit Einkäufen aus dem Dorf zurückkamen. Ich war wieder so beseelt, dass ich erst einmal 3 Tränen verdrücken musste.

Albern, aber ich kann halt nicht aus meiner Haut. 
Habe mich dann in eine Holzhütte gesetzt und mir das Leben auf dieser schönen Insel angeschaut.


Als Gott Bali erschaffen hat, hat er wirklich einen seiner besten Tage gehabt! Das habe ich Thomas gestern auch noch geschrieben. Wirklich wirklich wahr! Diese Insel hat schon etwas Paradiesisches an sich! Nicht nur, dass man hier wahrscheinlich nur einen Melonenkern auf den Boden fallen lassen muss, um sofort einen neuen Baum wachsen zu sehen (die tropische Hitze und Schwüle ist einfach der Hit!), auch diese fast schon sprichwörtliche Freundlichkeit der Balinesen und diese Freude und Lust am Leben, die einen (oder nur mich?) hier befällt sind wirklich einzigartig. 
Ich war ja nun wirklich schon viel unterwegs, aber gestern habe ich wirklich gedacht: „Ja, das kommt dem Paradies schon ziemlich nahe!“ Ich merke zum Beispiel auch beim Schreiben jetzt, dass ich richtig vor mich hinsumme – schadet meiner Konzentration natürlich, aber ich habe ja Urlaub und will diese Aufzeichnungen ja nicht veröffentlichen. Vielleicht benutze ich sie für meinen Bestseller (sicherlich sogar!), aber noch kann ich durcheinander und in Kladde schreiben.
Auf jeden Fall war ich äußerst ge- und berührt gestern morgen. Ich habe etliche Fotos geschossen und bin schon gespannt, ob ich das Feeling irgendwie einfangen konnte.

 

Auf dem Rückweg zum Narasoma Homestay hätte ich eigentlich gerne noch irgendwo einen richtig guten Bali-Coffee getrunken. Da es so früh war, hatte allerdings noch nichts auf. Auf dem Market (den ich dann ja später entdeckt habe) war es mir ehrlich gesagt zu rummelig und zu voll. Nach dieser schönen Zeit der Stille in den Reisfeldern hätte mich das schier überfordert, auch wenn es sich natürlich angeboten hätte, dort eine Suppe zu verspeisen oder einen Kaffee mit den Leuten zu trinken. So bin ich also „nach Hause“ geschlendert (Hannah hat noch geschlafen), habe mir einen lecker Tee gemacht (davon muss ich unbedingt noch welchen mitnehmen) und eine Mail für Thomas entworfen.
Durch diese ganze Hitze und Lust auf Bali vermisse ich den richtig. Richtig vermissen tu ich ihn! ICH! Hätte ich mir auch nicht vorstellen können, dass das so fix geht. Und irgendwie habe ich auch gar keine Bedenken, dass da irgendwas schief gehen könnte oder nicht richtig ist. Ich vermisse den jetzt und steh dazu. Punkt! 
Was daraus wird, wird man sehen, aber im Moment bin ich fast schon richtig verknallt. Ehrlich gesagt hoffe ich, ihm geht es genauso … 
Mails konnte ich hier im Haus wieder nicht checken, keine Ahnung, warum! Alle anderen Leute sitzen hier mit ihren Lappis, schreiben Emails und suchen Guesthouses in Kuta oder wo auch immer … Nur wir können das nicht! Hat wahrscheinlich den einfachen Grund, dass Hannah und ich uns mehr miteinander beschäftigen sollen und das Kind nicht immer ins Netz soll – das haben wir ja zu Hause schon oft genug ;)!
Irgendwann kam Hannah auf die Veranda geschlichen, um mit mir zu frühstücken und danach sind wir wieder an den Pool gegangen. Gefällt uns gut dieser Rhythmus – morgens Pool (immer Privat-Pool, nie ist jemand anderer als wir da) und nachmittags einen Ausflug oder ähnliches.

Gestern nachmittag sind wir dann zum Market gelaufen. Eigentlich wollte ich mir dringend Trekking-Sandalen kaufen, damit ich nicht andauernd umknicke, gab’s aber nicht. Hannah wollte einen Bikini und ein „I love Bali“-Top – leider auch keinen Erfolg gehabt. 
Bikinis gab’s nicht, das Bali-Shirt gefiel ihr von der Forrm her nicht.
Cap
Ich habe mir 2 entzückende Kleidchen gekauft (das erste natürlich viel zu teuer 120.000 Rp, das zweite fing bereits mit 80.000 Rp an und dafür habe ich schließlich nur 50.000 Rp. bezahlt – hat mich sehr an Kambodscha und meine „Handelerfahrungen“ erinnert) und eine blaue lange „Pumphose“. Hannah findet sie schrecklich, ich finde sie schrecklich schön :).
Es gab eine Menge zu kaufen und und noch mehr zu gucken, werde ich vielleicht noch einmal vorbeischauen – oder aber auf Kuta warten. Mal sehen, wie wir das mit der Zeit hinbekommen.
Umziehen mussten wir heute doch nicht – die Leute, die unser Zimmer gebucht hatten, haben abgesagt! Juchhuh und Heureka! Habe gleich klargemacht, dass wir nun bis Sonntag bleiben! Dann machen wir uns auf den Weg nach Kuta!
Abends waren wir im „Benji“ essen, das Lokal, an dem wir auch den ersten Tag waren. Hannah hat in Windeseile ein Schweinesteak nebst Pommes verdrückt, das Kind war wie ausgehungert. Für mich gab’s Nudelsuppe und Cap Cay (Gemüse in Soja-Sauce). Lecker und günstig! Danach sind wir rüber in die „Laughing Buddha Bar“, haben überteuerte Getränke getrunken, dafür aber das Wifi genutzt.
Außerdem gab’s Live-Musik, die ziemlich gut war. Indonesische Band mit einer westlichen Sängerin und Geigerin – sehr spannend!

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