Ubud – Besuch beim Healer und Monkey Forrest


Ich bin heute morgen schon um 4:00 Uhr aufgewacht und konnte nicht wieder einschlafen. Ich! Habe mich auf die Terrasse gesetzt und ganz alleine in absoluter Dunkelheit den Sonnenaufgang über dem Mount Agung abgewartet.

Äußerst be- und anrührend. Danach war ich emotional so geschafft (wer mich kennt, weiß, dass ich natürlich wieder ein bisschen weinen musste und vor lauter Dankbarkeit ganz durcheinander war), dass ich auf der Terrasse noch ein wenig eingeschlafen bin.

Morgens haben wir es ruhig angehen lassen. Gefrühstückt, gesabbelt, den gestrigen Tag aufgeschrieben und danach an und in den Pool, den wir ganz alleine für uns hatten.

 

 

Nachmittags bin ich dann mit Male zum Healer gefahren. Quer über die Dörfer und Feldwege, bis wir in einem kleinen Dorf ankamen. Dorf ist schon fast übertrieben, es gab 3 Häuser, gefühlte 24 Kinder („Hello! Hello!“) und 58 Hunde. Dazu 3 Hähne, 246 Enten und außer unserem nur noch 1 weiteres Moped!

Beim „Doktor“ waren außer mir noch 3 andere Frauen, 2 davon hochschwanger. Wildes Gesabbel, als ich reinkam … und dann war erst einmal Schweigen. Forschende Blicke auf meinen „big body“ und meinen dicken Fuß, der inzwischen echt Ballonmaße angenommen hat. 

Ich habe mich still verhalten und versucht, meinen dicken Hintern auf den blauen Plastikhocker zu quetschen, ohne vom selbigen herunter zu rutschen.

Irgendwann ging das Gegiggel dann wieder los, Lachen hinter vorgehaltener Hand und immer wieder Blicke auf mich. Ich weiß nicht, was an mir so lustig war, freue mich aber, dass ich die Mädels erfreuen konnte :). Ein Gespräch war leider nicht möglich, Englisch verstanden die drei nicht und ich verstehe kein Indonesich.

Die Behandlung dann war … sagen wir es mal so … intensiv! Der uralte Mann (nur mit einem Lungi bekleidet) hat an mir rumgeknetet, dass ich dachte, mein Fuß fällt jeden Moment ab. Verstanden habe ich ihn natürlich auch nicht. Irgendwann hab ich Male dann dazu geholt und um Übersetzungshilfe gebeten. Nach einem wilden Palaver meinter er dann, ich hätte meinen Fuß überanstrengt (echt? Das hätte ich jetzt nicht gedacht!) und das ich ihn schonen soll (echt? Auch DAS hätte ich jetzt nicht gedacht!).

Ich bekam dann noch eine Kräuterpackung aufgeschmiert und wir haben uns verabschiedet. Wenn es nicht besser wird, soll ich übermorgen noch mal wieder kommen.

Zurück im Guesthouse habe ich Hannah eingesammelt und wir sind in den Monkey Forrest gelaufen. Ich persönlich weiß ja nicht so recht, was so viele Leute an Affen finden. Ich finde sie eher anstrengend und aggressiv. Und es liefen Hunderte davon rum … 


 

 

Aber der Forrest an sich ist immer noch schön … schön verwunschen und mystisch.


 


Zum Abendessen sind wir schließlich in ein nettes Warung mit Blick auf die Reisfelder eingekehrt. Wir haben eine vollkommen überteuerte Ente gegessen, an der nix dran war! Über den Preis will ich mich jetzt mal gar nicht auslassen … Aber die Lage war schön, das Ambiente schick und der Blick famos! Da kann man solche Preise wohl verlangen.



Wir sind danach auf jeden Fall noch in einen „Supermarkt“ gegangen und haben uns mit Reiskuchen eingedeckt, damit unsere Bäuche nachts nicht ganz so knurren.

Auf dem Weg zurück zum Guesthouse habe ich es dann tatsächlich noch einmal geschafft, mit meinem Fuß umzuknicken … Ohne Worte! Und es ist auch müßig, jetzt wieder zu schreiben, wie arschenweh das tut!

„Zu Hause“ nix mehr gemacht. Auf meinen Berg geschaut, ein wenig Tagebuch geschrieben und jetzt falle ich gleich vollkommen zerschossen in mein Himmelbett. Schließlich bin ich ja auch schon seit 4:00 Uhr morgens wach!

Ach … eines noch! Ubud ist anscheinend vollkommen ausgebucht. Morgen müssen wir umziehen, weil unser Zimmer vorab reserviert wurde. Wir können aber jedenfalls noch eine Nacht hier bleiben, müssen allerdings ins Erdgeschoss ziehen …

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