Kho Phangan ist viel mehr als nur eine Full-Moon-Party!

Kho Phangan!

Jeder junge Traveller bekommt Schmetterlinge im Bauch, wenn er diese beiden Worte hört. Und dann noch in Verbindung mit dem vor für viele „magischen Wort“ Full-Moon-Party 🙂

Ich habe meine erste Full-Moon-Party vor 23 Jahren erlebt! Damals waren knapp 1.000 Leute am Strand und schon zu dieser Zeit war die Party von den Alt-Hippies als „Kommerz“ verschrieen …

Soll ich euch was verraten? Ich fand es trotzdem geil 🙂

Insofern kann ich jeden verstehen, der einmal am Haadrin einen Vollmondaufgang sehen möchte! Er ist nämlich wirklich unbeschreiblich.

Natürlich kommt es immer darauf an, was man daraus macht. Aber dafür gibt es ja diverse Möglichkeiten … Man kann sich am frühen Abend ins Party-Getümmel stürzen, den Mond anschauen, sich an ihm erfreuen und früh nach Hause gehen.

Man kann sich auch erst spät ins Party-Getümmel stürzen und erfreut sich dann an mehr oder weniger billigen Getränken und willigen Partnern für die Nacht! Dann bekommt man zwar nix von einer „Full-Moon-Party“ mit, hat im Zweifel aber dennoch viel viel Spaß!

Oder … und das ist meine Lieblingsvariante einer Full-Moon-Session … man sucht sich einen Bungalow in den Bergen mit einem fantastischen Blick auf die Bucht, dreht sich eine kleine Kräuterzigarette und erlebt seinen ganz eigenen Film der Vollmond-Nacht 🙂

Aber Koh Phangan ist defintiv mehr als eine Full-Moon-Party!

Koh Phangan ist geil und es gibt diverse andere Möglichkeiten diese Insel zu genießen als sich am Vollmond wegzukicken.

Braucht ihr ein paar Tipps?

Da wären zum einen natürlich die Strände. Über den Haadrin habe ich bereits hier und hier schon geschrieben. Er ist zwar der bekannteste der Insel, aber längst nicht der einzige 🙂

Im Norden der Insel gibt es den Thong Nai Pan.

Eine traumhafte Bucht, die aus zwei verschiedenen Stränden besteht. Am Thong Nai Pan Noi gibt es noch einige kleine Bungalowanlagen für wenig Geld, der Thong Nai Pan Yai ist inzwischen leider von etlichen Luxus-Anlagen belegt. Leider, weil ich mir das nicht mehr leisten kann 🙂

Die Straße zum Thong Nai Pan ist mittlerweile durchgängig geteert und sieht nicht mehr so aus:

Eine Cross-Maschine oder ein Geländewagen zur Anfahrt sind – wie früher – nicht mehr notwendig 🙂

Man kann hier gut ein paar Tage abhängen, allerdings nicht so gut baden, da die Ebbe (jedenfalls auf der Noi-Seite) ziemlich extrem ist.

Ganz anders am Bottle Beach … eigentlich will ich darüber gar nichts schreiben, weil es einfach zu schön ist und ich die Sorge habe, dass sich der Beach noch mehr verändert, als er es sowieso schon getan hat.

Der Bottle Beach hat alles! Eine traumhafte Bucht! Man latscht nicht 100 Meter ins Wasser, um dann schlussendlich nur bis zu den Hüften im Wasser zu stehen, sondern hat nach 2 Metern keinen Boden mehr unter den Füßen und das Partyleben besteht aus Gesabbel und in der Hängematte schaukeln und auf’s Meer schauen … Die meisten Leute bleiben viel länger als geplant. Zur Hauptsaison kann es schon mal schwierig werden kann, einen Bungalow zu ergattern.

Den Bottle-Beach erreichst du am besten mit einem Boot. Es gibt zwar eine äußerst steile und unbefestigte Buckel-Schotter-Piste. Diese ist allerdings nicht immer passierbar und nur für sehr geübte Motorradfahrer geeignet ist. Ganz Mutige schlagen diese Warnung jetzt in den Wind, mieten sich einen Roller und können sich dann ziemlich schnell über aufgeschürfte Hüften, Beine und Ellenbogen freuen …

„Offizielle“ Longtailboote fahren sowohl am Haadrin, vom Thong Nai Pan als auch vom Chaloklum Beach. Wenn ich es recht erinnere, 2 x am Tag.

Es besteht natürlich auch noch die Möglichkeit, ein Longtailboot zu chartern. Diese Variante empfiehlt sich allerdings nur für gut betuchte Reisende (80,00 Euro ab Thong Nai Pan für eine 10-minütige Fahrt). Bleiben also nur 2 Möglichkeiten: Entweder ihr socialized (und das mal nicht über die gängigen Netzwerke, sondern persönlich!) und sucht euch Mitfahrer oder aber ihr steht pünktlich auf 🙂
Weitere do to’s?

Koh Phangan ist – insbesondere auf der Ostseite – immer noch mit Dschungel durchsetzt und eignet sich hervorragend für kleine Wanderungen. Da die Wege oft nicht mehr als kleine Trampelpfade sind, empfiehlt sich dringend festes Schuhwerk. Mit Flippies über die Berge kraxeln ist definitiv keine gute Idee! Außerdem lauft ihr durch Dschungel. Und was gibt es in einem Dschungel? Außer Pflanzen? Genau! Tiere! Wer nicht unbedingt Körperkontakt mit einem Skorpion oder einem Tausendfüßler aufnehmen möchte, zieht also feste Schuhe an. Nehmt außerdem genügend Wasser mit und sagt möglichst euren Nachbarn oder Vermietern Bescheid, falls ihr alleine loszieht …

Ich bin ja nicht so die Sportliche, aber eines meiner Highlights auf Koh Phangan besteht immer noch aus einer Wanderung vom Haadrin über den Haad Yuan zum Haad Tien-Beach. Glaubt mir, ich habe wie ein Rohrspatz geflucht und meinem damaligen Mitreisenden während des Weges ob seines blöden Vorschlags bitterböse beschimpft!

Als ich es denn aber schlussendlich bis zum Haad Tien geschafft hatte, konnte ich mir kaum etwas Schöneres vorstellen. Solltet ihr diese Tour machen wollen, empfehle ich euch, eine Nacht am Haad Tien zu bleiben. Die Bucht ist immer noch schön und inzwischen gibt es auch etliche Übernachtungsmöglichkeiten.

Alle Mountainbiker werden Koh Phangan wahrscheinlich ebenfalls lieben. Die Insel ist hügelig und hat noch genügend ungeteerte Straßen, auf denen man sich vergnügen kann.

Wem das alles zu sportlich und in der Hitze zu anstrengend ist … Mietet euch ein Moped und erkundet die Insel! Ich bin mir sicher, auch ihr werdet euer ganz persönliches Highlight auf Koh Phangan entdecken. Aber achtet auf die Straßen und nehmt die Warnungen eurer Vermieter ernst. Wenn die euch erzählen, die Straße ist nicht befahrbar, dann ist das auch so!

Insbesondere Rollerfahrer sollten sich daran halten! Es macht nämlich wenig Spaß mit aufgeschürften Armen und Beinen ins sehr salzige Wasser zu hüpfen. Das Hüpfen vielleicht schon noch, das darauf folgende Brennen in den Wunden allerdings weniger …

Steht ihr auf Wasserfälle? Auch die findet ihr auf Koh Phangan. Es gibt etliche davon. Die beiden bekanntesten sind aber sicherlich der Phaeng Waterfall und der Thaan Sadet Wasserfall. Beide lohnen sich – meiner Meinung nach – allerdings nur nach kräftigen Schauern und während oder nach dem Ende der Regenzeit. Zur Trockenzeit ähneln sie eher einem Rinnsal.
Der Thaan Sadet gilt übrigens als heilig und wird angeblich öfter mal von der Thailändischen Königsfamilie besucht. Promis gucken geht also auch auf Koh Phangan 🙂

Auch Wellness-Anhänger finden inzwischen reichlich Möglichkeiten auf Koh Phangan. An fast jeder Palme sind Yoga-Kurse angeschlagen. Es werden geführte Meditationen angeboten, Kurse zum inneren Kind sind buchbar und und und.

Man kann Kochkurse belegen, einen der 20 Tempel besichtigen, dem größten Baum der Insel einen Besuch abstatten, im Tierheim mithelfen und und und.

Oder man legt sich einfach in die Hängematte, stiehlt dem lieben Gott den Tag und genießt einen fantastischen Sonnenuntergang auf der Westseite der Insel 🙂

So, jetzt ist Schluss. Der Post ist sowieso schon viel zu lang geworden. Hat ihn einer bis zum Ende gelesen? Dann freue ich mich auf eure Kommentare.

Welche Tipps habe ich vergessen? Was haltet ihr von Koh Phangan? Wart ihr schon mal da?

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