Die Touristen trampeln den Göttern auf den Köpfen rum!

Einige von euch werden sich vielleicht wundern, dass die Sicht auf die Berge auf meinen Fotos oft wolkenverhangen oder diesig ist.


Nun … das ist hier gerade ein großes Problem in Nepal!

Der Dreck und der Smog aus China machen leider nicht an der Grenze zu Nepal halt! Und Nepal trägt durch die unkontrollierten Müllverbrennungen, sein gepanschtes Benzin, viel zu viele Mopeds, Busse und Lastwagen seinen Teil zur Smogentwicklung ebenfalls bei … :(.

Dadurch ist das Wetter leider recht „diesig“ und nicht so, wie wir es erwartet hatten!

Oktober und November sollen eigentlich die Monate mit der klarsten Sicht auf die Berge sein. Die Temperaturen sind tagsüber warm und nachts kalt. Niederschlag fällt kaum.

Nun … ich würde mal sagen, es ist tagsüber heiß! So heiß, dass wir uns in Pokhara gegen Bezahlung den Pool eines Luxushotels gegönnt haben.

Und nachts ist es warm! Nicht T-Shirt-warm, aber so warm, dass man mit einem leichten Pulli oder einem Tuch über dem T-Shirt nicht friert.

Und kaum Niederschläge?

Ich weiß nicht, ob ihr mitbekommen habt, dass vor ca. 3 Wochen ein großes Unwetter gerade hier im Annapurna-Massiv herrschte? Bei dem über 35 Trekker gestorben sind? Zur Hauptreisezeit, wenn die ganze Welt zum Wandern nach Nepal fährt und alles „sicher“ ist?

Letzte Woche hat mein Freund Joshi (der Reiseleiter ist und ebenfalls Touren durch Nepal führt) bei Facebook gepostet, dass eine geplante Trekkingtour von 12 Tagen nach 3 Tagen abgebrochen werden musste. Das Wetter hat sich schon in den unteren Höhen der Berge dermaßen verschlechtert, dass sie kaum noch Sicht hatten und – gerade nach dem Unwetter vor 3 Wochen – Panik unter den Touristen und unter den Führern Angst um die Touristen herrschte.

Nun kann man die ganzen Wetterunruhen, die vielen Wolken und das diesige Wetter, die heißen Tage und die lauen Nächte sicherlich auf den Klimawandel und die Umweltverschmutzung „schieben“.

Einige Nepalesen haben aber eine andere Meinung dazu …

Eine alte Dame, die jeden Morgen 3 Stunden aus den Bergen nach Pokhara herunter gelaufen kommt und am See Äpfel und Papaya an die Touristen verkauft, erzählte mir, dass die Berge der Sitz der Götter sind!

Und im Moment sind die Götter erzürnt, „weil zu viele Touristen ihnen die ganze Zeit auf den Köpfen herumlaufen“.

Kann auch was Wahres dran sein! 

Die Leute sind hier so spirituell und naturverbunden eingestellt, dass diese Meinung sicherlich auch ein wenig Wahrheit enthält.

Dann ist es ja eigentlich gut, dass ich nicht auch noch einen 14-Tage-Trek gemacht habe, oder?

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