Missing backpack in Cape Town

Wonderful Cape Town 🙂

Wir wollten einen leichten Start in Afrika und haben daher Kapstadt als erste Destination gewählt.

Das ist auch gut so, aber mir ist Kapstadt fast ein wenig zu sehr „europäisch“. 

Easy going und bildhübsche freundliche Menschen, denen man anmerkt, dass sie ihre Stadt einfach lieben! „You will never find a place like this in the whole world!“ ist wohl der Satz, den wir bisher am meisten gehört haben.

Unser Hostel ist hübsch, bietet ein „Rundumsorglos-Paket“ für Touren, Mietwagen und andere Dinge an und hat dazu noch eine perfekte Dachterrasse mit Blick auf den Tafelberg


Außerdem liegt es – und das wird meinen Bruder und Vater besonders freuen – in einer zentralen und sehr sicheren Gegend.

Wir fühlen uns in der Stadt wohl und sind fleißig am Entdecken.



Heute haben wir einen kostenlosen Rundgang mit Manni (kein Witz!) durch die City gemacht.

Sollte einer von euch mal hier an diesem schönen Fleckchen Erde vorbei schauen, kann ich euch diese Tour sehr empfehlen. Eine gute Möglichkeit, um erst einmal einen Überblick über die Stadt zu bekommen! Jedenfalls sofern man nicht nur an der V & A Waterfront shoppen will … 🙂

Es gab viele Informationen zur Geschichte Südafrikas und Kapstadts, Berichte zur Apartheid und etliche Tipps für kostenfreie Ausstellungen und günstiges Essen.

Nachmittags sind wir einfach durch die Stadt geschlendert. So entdecke ich einen fremden Ort ja am liebsten.

Einen Tipp von Manni haben wir allerdings gleich umgesetzt. 

Im Keller unterhalb der St. Paul’s Cathedral gibt es eine kostenfreie Ausstellung über die Friedensmärsche gegen die Apartheid in den 70er Jahren. Diese wurden seinerzeit von Desmond Tutu von dieser Kirche aus organisiert.

Er predigt manchmal noch in der Kirche und muss eine unheimliche Ausstrahlung haben. Vor allem sein durch nichts zu erschütternder Glaube an Gewaltlosigkeit und die Aussöhnung zwischen beiden Bevölkerungsschichten hat seinerzeit wohl auch immer mehr weiße Südafrikaner in seinen Bann gezogen. Das ist eigentlich das, was ich aus den Fotos und Zeitungsberichten der Ausstellung mitgenommen habe. 

Inzwischen ist er 83 und setzt sich immer noch für Menschenrechte ein. 

So hat er erst vor kurzem in einem exklusiven Artikel im Haaretz Israelis und Palästinenser darauf gedrängt, nach einer nachhaltigen Lösung der Krise im heiligen Land zu suchen. 

So weit, so gut … Ich will mit Politik im Moment nix am Hut haben und brauche dringend eine Auszeit davon. Der Artikel wurde mir vor kurzer Zeit über Avaaz zugesandt und fiel mir hier gerade wieder ein! 

Einen Wehmutstropfen gibt es bei allem Wohlgefühl aber dennoch:

Hannah’s Rucksack hat sich leider entschieden, schon nach einem einzigen Tag gemeinsamer Reise getrennte Wege von uns zu gehen und schwirrt nun ohne uns in der Weltgeschichte rum. Ich kann ja verstehen, dass er die Welt entdecken will, aber das kann er doch auch mit uns tun, oder? 

Die Stimmung von Hannah ist daher etwas getrübt. Sie muss die ganze Zeit mit Trainingshose und Kapuzenpulli durch die Gegend ziehen und grummelt bei jedem Blick in irgendwelche Fensterscheiben ein „Alter! Ich seh aus wie eine Reiterin!“ vor sich hin.

Ich finde sie trotzdem hübsch und cool :)! 

Nach Auskunft vom Flughafen sollte der Rucksack heute wieder bei uns sein. Dem war aber leider nicht so … Also ist weiterhin Trainingshose und Pulli angesagt. Hoffen wir auf morgen 🙂

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