Sank Petersburg – eine (vielleicht nicht ganz so objektive) Zusammenfassung


Hier kommt ein kleiner Auszug meiner Eindrücke aus Sankt Petersburg aus dem Jahr 2012.

Ich habe kein Tagebuch geführt, insofern muss ich das ein wenig aus der Erinnerung Revue passieren lassen.

Und was soll ich sagen? 

Ich habe Sankt Petersburg schon „nett“ in Erinnerung, würde dort aber nicht noch einmal hinfahren. Was ist schon nett, nett ist halt immer noch die kleine Schwester von scheiße … sagte schon Bela B.


Es fing schon mit der Visa-Beschaffung an. Da Sven und ich keine „pauschale Rundreise“ gebucht, sondern uns einfach einen Flug beschafft hatten, mussten wir uns auch um das Visum selber kümmern.

Ich erspare euch meine Anträge und meine diversen Telefonate mit der russischen Botschaft … Schlussendlich haben wir unsere Visa über eine „offizielle“ russische Visa-Agentur (für viel Geld) bekommen. Verarsche par excellence!

In Sankt Petersburg an sich fühlten wir uns trotz unser „offiziellen“ Visa dennoch ein bisschen „verfolgt“ 🙂 Ich stell das jetzt einfach mal so hin …

Dennoch hatten wir natürlich eine Menge „Spaß“ (und die Anführungsstriche meine ich so, wie ich sie gesetzt habe)!

Ich glaube, es gibt wirklich keinen Ort auf der Welt, wo Sven und ich immer noch das Beste herausziehen!

Und ein Elakelaiset-Konzert im Kocmoc in St. Petersburg zu erleben, während all die Finnen für dieses Konzert über die Grenze kommen (haben die eigentlich andere Einreisebestimmungen?), ist natürlich kaum zu beschreiben! 



Hammer!




Allerdings habe ich mich in noch keiner (Groß)stadt nachts so unwohl und „unwillkommen“ gefühlt wie in Sankt Petersburg!

Sven bestreitet das zwar, aber so richtig toll fand er es auch nicht …

Ausnahmen bestätigen die Regel … zum Beispiel diese nette Truppe, mit denen wir erst unser Koordinaten für Wacken geteilt

und danach unsere Facebook-Accounts ausgetauscht haben! Leider konnten wir danach nie wieder in Kontakt treten! Verloren im wwww? Wahrscheinlich nicht … Ich stelle jetzt hier mal ganz provokant die Frage: Lag es an der NSA oder am russischen Geheimdienst?

Insbesondere um ihn und die fehlenden Kontaktmöglichkeiten tut es mir leid … wir waren (jedenfalls an diesem Abend) Freunde für’s Leben! Ever, ever, ever 🙂


Also … fassen wir es zusammen: 

Sankt Petersburg ist schön anzuschauen, sofern die Sonne scheint und man nicht in die Hinterhöfe geht!

Sankt Petersburg hat tolle „schick gemachte“ Ecken, viele taiwanesische und chinesische Touristen, dazu immens viel „Original-Bernsteine“ für abartig viel Geld und viel Geschichte! 

Wenn man es denn toll findet, dass Katharina dafür sorgte, dass Bauern ihre Gardinen und Decken zwangsweise abgeben mussten, damit „die Große“ sich viele Kleider und Möbelbezüge schneidern ließen konnte, sollte man die Eremitage besuchen. Wenn man das nicht so toll findet, sollte man vielleicht von einem Besuch für umgerechnet 20,00 Euro davon absehen. 

Ich für meinen Teil habe den Besuch gar nicht mehr in Erwägung gezogen … aber dennoch ganz schnell von Sven und nicht von dem von Staat bezahlten Fotografen ein Foto schießen lassen!





Wer mich kennt, merkt schnell, dass dieses Foto sarkastisch gemeint ist … Ich hätte kotzen können!

Und wer auf anoxerische Mädels in kurzen (oder Plissee)-Röcken steht, ist in St. Petersburg (vielleicht sogar in ganz Russland?) sicherlich auch richtig.



Auch Leute, die stark geschminkte Frauen in Pelzmäntel mit High Heels toll finden, sich über dicke schwarze Limousinen identifizieren oder aber einen Hang zur Polizei- und Militärpräsenz haben, werden sich sicherlich wohlfühlen. 

Meine Stadt war es allerdings überhaupt nicht! Sorry allen Leuten gegenüber, denen ich hier gerade unrecht tue oder denen ich auf den Schlips trete. 

Es geht um Kohle und um Kapitalismus … und um nix anderes! 

Und da steht ich halt nicht so drauf. Sicherlich nicht eine gängige normale Sichtweise dieser Stadt, aber halt meine ganz persönliche 🙂


Ich empfinde Sankt Petersburg auch im Nachhinein als immer noch anstrengend. 
Wer viel reist, weiß, dass Erinnerungen irgendwann immer „geschönt“ werden.
Bei mir ist dieses „Gen“, was St. Petersburg betrifft, allerdings auch nach fast 2 Jahren immer noch nicht aktiviert.
Schön sind allerdings die U-Bahnen, wunderschön! Wer mich kennt, weiß, dass ich schöne U-Bahn-Stationen liebe!
Hier ne Lampe … 


  
da ’nen Kronleuchter!

Wer allerdings unbedarft (naja, nicht ganz … wir hatten schon im Reiseführer gelesen, dass man als Tourist keine Fotos von den U-Bahn-Stationen machen darf, weil diese als „militärisches Sperrgebiet“ ausgewiesen sind – noch Fragen??) solche ganz privaten Fotos macht
 
darf sich auch nicht wundern, wenn man kurz danach von der Polizei herausgezogen wird!

Ich persönlich frage  mich da schon, welches Land ich da gerade mit meiner Reise „unterstütze“ …

Erkennt jemand die militärischen Sperrbezirke auf diesen Fotos???

Oder auf diesen (in einem offiziellen Souvenir-Shop aufgenommen) Fotos?


„Passport please …“

Egal! Ich will das gar nicht weiter ausführen!

Da ich schon viel auf dieser unserer wunderschönen Welt unterwegs war, kann ich meiner Meinung nach eine „funktionierende“ Gesellschaft in den jeweiligen Ländern ganz gut beurteilen … Russland gehört leider nicht dazu!

Traumhaft waren auf jeden Fall die „weißen Nächte“ … das Licht ist unglaublich gewesen, 

und da die Russen ja sowieso rund im die Uhr gepost haben …

 

 haben wir das natürlich auch gemacht:

Sozusagen … wer will noch mal, wer hat noch nicht 😉

Beim Durchlesen dieses Posts fällt mir gerade auf, wie negativ dieser rüberkommt.

Noch einmal sorry für alle Leute, denen ich hier gerade auf den Schlips trete … vielleicht kann ich das mit ein paar Bildern wieder gut machen?


















St. Petersburg ist schön … aber leider nicht meins!




























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