Lovina


Was für ein Drama, bis dieser Rechner mal anfängt zu laufen. Kriege schon fast schlechte Laune …

Montagmorgen, 18.04., ich bin eben nach einer total lauten Nacht ziemlich gerädert aufgewacht und warte auf Hannah, die immer noch wie komatös pennt. Eigentlich wollte ich gleich in Pool hüpfen und eine Runde schwimmen, nutze aber lieber die Zeit, um die Ereignisse des gestrigen Tages runterzuschreiben. Und  hoffe, jemand vom Küchenpersonal hat ein Einsehen und bringt mir gleich einen Tee vorbei …

Gestern Morgen sind um 5.30 Uhr aufgestanden (ja, ja, der frühe Vogel fängt den Wurm) und haben uns auf den Weg zum Hafen gemacht. Dolphin Watching war angesagt – und es war herrlich!! Hannah und ich hatten ein Boot „alleine“ und einen netten ziemlich erfahrenen Skipper. Wir haben viele Delphine gesehen, oft auch außerhalb des „Bootepulks“, weil unser Skipper sich halt manchmal abseits gehalten halt. Keine Ahnung, ob er aus unseren Mienen gelesen und verstanden hat, dass wir das ziemlich albern finden, wenn 20 Boote auf eine Stelle zufahren, an der gerade Delphine gesichtet wurden. War für Hannah und mich mit „europäischem“ Denken nicht ganz nachvollziehbar, mit asiatischem Denken war das allerdings wohl ganz klar, dass man sich so verhält. Auf einigen anderen Booten waren asiatische Touristen, die vehement eingefordert haben, zu den jeweiligen Stellen und das so schnell wie möglich hingefahren zu werden. Egal, unser Skipper hat sich irgendwann einfach ein wenig abseits gehalten und so hatten wir wirklich das Glück, die Delphine aus nächster Nähe zu sehen. Oft als Paar unterwegs, manchmal auch zu dritt, rufend und zischelnd und ein Delphin ist sogar direkt neben unserem kleinen Boot gesprungen. Ich war schon wieder ganz beseelt von meinem Leben und dem Leben überhaupt.

Allein schon der Sonnenaufgang über der Bucht hätte die Fahrt mit Boot nach draußen gelohnt. Traumhafte Wolkenformationen und traumhaftes Licht. Ich hätte man heute Morgen auch noch einmal runtergehen sollen, statt mich über die Lautstärke und die krähenden Hähne vor meinem Bungalow zu ärgern … Naja, ärgern ist zu viel gesagt! Geärgert habe ich mich nicht, aber ein wenig genervt war ich schon. Hätte man aufstehen und den Sonnenaufgang beobachten sollen. Und fotografieren! Gestern hatte ich die Kamera nämlich nicht mit, da im Reiseführer stand, dass die Sachen teilweise klatschenass werden und Kamera, Handy etc. lieber wasserdicht verstaut werden sollen. Ich weiß nicht, wann die Autoren ihre Dolphin Watching Tour gemacht haben … Bei uns jedenfalls war spiegelglattes Wasser und man hätte gut fotografieren können. Wahrscheinlich hätten wir dann aber nicht so gut Delphine geschaut, sondern eher darauf geachtet, das perfekte Foto zu schießen. Insofern … alles gut!

So, nun steht auch mein Tee vor mir! Sehr sehr aufmerksame Leute hier, fühle mich wirklich wohl. Heute allerdings muss ich die 35,00 Euro-Driver-Gebühren-Geschichte abklären. So etwas mögen Asiaten ja gar nicht …

Zurück zu vorgestern. Hier am Bungalow angekommen, haben wir gefrühstückt (Hannah Pancake mit Honig und O-Saft, ich Schinken-Omelette und Toast und Tee und Ananas) und danach haben wir uns an den Pool gepackt. 

Ganzen Tag gechillt (wir waren echt platt) und dabei auf den angekündigten Regen gewartet („in the afternoon always rain“). Weder Regen noch Wolken, sondern ballernde Sonne. Wir sind nachher sogar freiwillig in den Schatten gegangen, Hannah hat sich aber leider dennoch ein wenig die Beine verbrannt.

Kein Wunder, das Kind liegt ja auch nur im Wasser. Hoffe, wir haben das gestern Abend mit der Apres-Sun-Milch noch „weggeschmiert“ bekommen. Heute geht es auf jeden Fall dick eingeschmiert an den Pool, auch wenn wir nur wenig Zeit haben.

Wir haben uns also einen entspannten Tag am Pool gemacht. Zwischendurch bin ich um die Ecke zum Kiosk und habe uns Coke light und Zitronenkekse geholt und nachdem wir das alles vernichtet hatten, ging es wieder ins Wasser. Nachmittags haben wir uns dann auf den Weg in das „Center“ von Lovina gemacht. Sehr laut und sehr voll – Hauptstraße halt. 

Wir haben ein paar Fotos geschossen und sind dann irgendwann eine Straße Richtung Strand abgebogen, um unseren Sundowner dort zu nehmen. Dachte eigentlich, wir setzen uns in ein kleines Warung irgendwo an einer Straßenecke und Hannah kann asiatischen Mopedverkehr bewundern, aber erst einmal war da nichts, wo man sich hätte hinsetzen können und zweitens war es auch definitiv zu laut.

Die Straße zum Strand stellte sich als „Travellerroad“ heraus, viele nette kleine Guesthouses, die alle Zimmer frei hatten, und viele Touranbieter. Wir waren sowieso auf der Suche nach einer „kleinen“ ´Tour für heute Nachmittag und haben eine „Wasserfalltour“ gebucht. Um 13.00 Uhr werden wir abgeholt!

Am Strand war gestern Abend mächtig was los. Ganze balinesische Familien am Baden, Picknicken, Beten. Und dazu dieses traumhafte Sonnenuntergangslicht. Klar, dass ich auch da wieder ganz beseelt und dankbar war.

Vor meinen Füßen sitzt gerade eine kleine Echse und schaut mich mit großen Augen an … Echse, kein Gecko. Ziemlich dick und ziemlich glitschig. Hoffentlich springt sie nicht auf meinen (immer noch) dicken und geschwollenen Fuß. So langsam glaube ich übrigens nicht mehr, dass das was mit dem Flug zu tun hat. Kümmere ich mich zu Hause drum. So wie es aussieht, ist an die angedachte Vulkanbesteigung allerdings nicht zu denken.

Nach dem Sundowner sind wir noch in das (anscheinend einzige) internetfähige Restaurant in unserer Straße gegangen. Das gleiche, in dem wir auch am ersten Abend schon waren. Hannah hat mit Jesse und Lisa und Lasse geschrieben, ich habe der dort laufenden indischen Musik gelauscht und hätte dazu gerne ein wenig gekifft ;). Habe ich natürlich nicht. Habe mein Bierchen getrunken und das war’s. 

Abendessen wollten wir eigentlich in einem klitzekleinen Laden in unserer Straße. „Bali 9“ heißt das Warung glaube ich. War allerdings geschlossen. Vielleicht weil Sonntag war? 
Kurzentschlossen umentschieden, was blieb uns auch anderes übrig, und ab zum „Jungle“. Das ist so ein Restaurant/Bar-Mix, der am Abend davor ziemlich voll war. Naja, was heißt voll … Von insgesamt 6 Tischen waren 3 besetzt. Das „Jungle“ hatte allerdings gestern abend auch zu! 

Schlussendlich sind wir dann in dem Restaurant gegenüber von unserer Bungalow-Anlage gelandet. Essen war gut, aber wenig. Im Warung hätten wir wahrscheinlich 3 x so viel bekommen.

Hannah hat dann gestern Abend noch ein wenig Tagebuch geschrieben, ich habe im Reiseführer geblättert.

Muss ziemlich viel an Thomas denken … und an John! Der fehlt mir richtig hier in den Tropen!

Kind schläft immer noch – inzwischen kurz vor 10.00 Uhr. Ich mache mich also jetzt doch mal auf den Weg an den Pool und schwimme ein wenig. Und danach gibt’s Frühstück!

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