Agonda Beach

Wer meinen Blog regelmäßig liest, wird bemerkt haben, dass wir immer noch in Goa sind.

Und nicht nur das … wir sind auch immer noch am gleichen Strand :).

Es gibt ja auch eine Menge zu tun … ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, WAS wir eigentlich den ganzen Tag machen, aber schwuppdiwupp ist ein Tag nach dem anderen rum!

Man steht auf, trinkt einen Chai, läuft ein bisschen am Beach lang, lässt sich indische Babys auf den Arm legen und mit ihnen fotografieren, trinkt noch einmal einen Chai, geht baden, geht dann mit den Hunden wieder am Strand lang, lässt sich dann von indischen kleinen verhutzelten alten Urgroßmüttern (auf jeden Fall sehen sie so aus) umarmen und dabei von deren Familien fotografieren, schaut mal kurz hier und da rein und sagt „Hallo“, bekommt wieder Lust auf einen Chai, geht wieder baden, wippt die ganze Zeit mit den Füßen zum Takt der Musik und schon ist wieder Sonnenuntergang schauen angesagt.

Palolem ist bekannt dafür, dass die meisten Leute hier viel länger als geplant bleiben. Und halt vollkommen runterfahren und nichts machen! 

Marc aus Kanada hat es in 4 Wochen nicht einmal (!) ans andere Ende vom Strand oder nach Patnem geschafft. 

Ein Pärchen aus Neuseeland wollte eine Tour durch Indien machen. Sie hatten dafür etwas über 3 Wochen Zeit. Angefangen haben sie in Palolem, weil sie „erst einmal für 1 oder 2 Tage“ am Beach entspannen wollten. Schlussendlich haben sie es nirgendwo anders mehr hingeschafft und sind auch hier hängen geblieben. Als sie abgereist sind, waren sie aber wirklich gut erholt 🙂

Juri hat seine geplanten 3 Wochen auf knapp 3 Monate verlängert …

Viele Leute bleiben den ganzen Winter über, kommen Ende Oktober und reisen im April wieder ab …

Insofern habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen, dass wir immer noch hier sind. 

Einige Leute würden die Zeit wahrscheinlich als „wasted time“ bezeichnen. Nun bin ich ja sowieso nicht jemand, der immer groß Action und Amüsementprogramme benötigt. Ich bezeichne das daher voller Inbrunst als meine ganz persönliche „quality time“ :). Zeit zum Reden, Zeit zum Träumen, Zeit zum Lesen, Zeit zum Nachdenken!

Heute allerdings haben wir uns endlich mal aufgerafft und wenigstens einen anderen Ort und Beach besucht.

Agonda liegt ungefähr 10 km entfernt von Palolem. Auch ein Ort, an dem man gut und gerne ein paar Wochen verbringen könnte. Ich allerdings finde, mein Beach hat durch die vielen Kokospalmen einfach noch ein bisschen mehr Flair …

In Agonda ist es noch ruhiger als in Palolem und die Preise sind etwas höher. Es gibt auch hier die typischen kleinen Beachhuts, zwischendurch allerdings findet man auch luxuriöse Anlagen.

Der „Nachteil“ von Agonda gegenüber anderen Stränden in Goa ist die starke Unterströmung im Meer. Insofern ist das Wasser ein wenig mit Vorsicht zu genießen. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb Agonda nicht so stark frequentiert wird? 

Heute jedenfalls war es sehr leer am Strand (und auch im Dorf an sich).

Noch ist Agonda fest in der Hand der Einheimischen, die sich gegen „fremde“ Hüttenbesitzer an ihrem Strand wehren. Leider wird sich das wohl bald ändern. Der Run auf die beste Strandlage hat längst eingesetzt und unter der Hand wird viel Land von indischen Investoren aufgekauft. Nicht, dass ich das bezeugen könnte, aber das munkelt man auf jeden Fall …

Wem es in Palolem zu voll ist, sollte nach Agonda ausweichen. Ein kleines authentisches indisches Dorf mit Kälbchen auf den Straßen, einem funktionierenden (!!) Geldautomaten, kleinen Restaurants und Shops.



Wirklich schön und relaxt. Nur die Palmen fehlen halt 🙂



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