8 Monate Auszeit



Nun schreibe ich also auch einen Blog … Wie viele Reiseblogs gibt es eigentlich im Netz? Hat sie mal jemand gezählt? Liest sie eigentlich jemand?

Es gibt allerdings einen konkreten Grund, jetzt endlich mit meinem Reiseblog anzufangen.

Im September 2014 werden meine Tochter Hannah und ich uns (hoffentlich) für 8 Monate eine Auszeit nehmen und ohne großen Zeitdruck Italien (Kunstgeschichte!), Griechenland (Kultur und europäische Geschichte!) und Asien (andere Länder, andere Sitten – unser Lieblingskontinent!) bereisen.

Ich wollte schon immer eine „Weltreise“ machen. Inzwischen bin ich 48 Jahre alt und wenn, wann nicht jetzt? Auch wenn es jetzt ja keine richtige Weltreise wird, sondern nur ein klitzekleiner Ausschnitt.

Eigentlich wollte ich mir diesen Traum endlich verwirklichen, wenn das Kind aus dem Haus ist.

Job kündigen, Wohnung aufgeben und ein paar Kartons mit mir wichtigen Sachen (also Bücher, Tagebücher und Bilder – an anderen Dingen hänge ich nicht) bei Freunden unterstellen und dann über Land mit wenig Sack und Pack nach Asien, weiter nach Australien, dann Süd- und Nordamerika und schlussendlich mit ausgeblichenen langen Haaren und vielen Falten im Gesicht noch durch Afrika zu reisen. Zeitplan: um und bei 3 – 5 Jahre!

Tja, wer wie ich nicht mehr ganz zu jugendlich ist,  weiß, dass das Leben anders mit einem umgeht, als man sich das so vorstellt oder „plant“. Meistens kommt es nämlich ganz anders, als man denkt!

Da stand ich eines Nachts am Tresen und herein kam Thomas. Ich will das gar nicht weiter ausführen, aber die Liebe hat voll zugeschlagen und ich habe sogar noch einmal geheiratet. Ich bin sehr froh und äußerst dankbar, in ihm einen Partner gefunden zu haben, der mein ewiges Fernweh mit Gelassenheit erträgt und mich dabei unterstützt, einfach weil er nur möchte, dass es mir gut geht! 

Aber eine Auszeit über 3 – 5 Jahre ist für mich (und hoffentlich auch für ihn 😉 damit gerade undenkbar. Ich halte mich für ziemlich pragmatisch und realistisch, aber so viel Sehnsucht kann selbst ich nicht aushalten.

Hannah macht im Sommer 2014 ihren Realschulabschluss (oder wie immer das heutzutage heißt, ich steige da definitiv nicht mehr durch). Eigentlich wollte sie danach gleich weiter zur Schule gehen und ihr Abi bauen. 

Das ist das eine „eigentlich“. Das andere „eigentlich“ kam irgendwann beim Abendbrot zur Sprache. „Eigentlich“ hätte sie nämlich auch gerne mal ein Jahr Pause. Dieses ist sicherlich dem Umstand geschuldet, dass ihre Cousine auch gerade ein Jahr Auszeit hat und ihr Bruder sich ebenfalls ein halbes Jahr Pause von der Schule gegönnt hat.

Tja, und ich werde im Sommer 2015 voraussichtlich einen neuen Job in dem Unternehmen anfangen, in dem ich seit 26 Jahren arbeite. Das bedeutet für meine Abteilung, dass sie sich sowieso um einen Ersatz für mich bemühen müssen.

Also beste Voraussetzungen, unbezahlten Urlaub zu nehmen, Hannah erst ein Jahr später auf der weiterführenden Schule anzumelden und den ersten Teil meiner „Weltreise“ zusammen mit meiner Tochter zu machen. Oder? Die anderen Kontinente für längere Zeit kommen dann später dran 🙂.

Es ist noch nichts sicher, aber wir sprechen viel darüber und machen uns unsere Gedanken.

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